AfD Sachsen: Überakademisierung ist ein Fakt und muss beendet werden!

Die AfD Sachsen hat dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) die Verbreitung von Fake-News vorgeworfen. „Wer ernsthaft erklärt, dass es keine Anzeichen für eine Überakademisierung gebe, lebt in einer Parallelwelt“, ärgert sich Landesvize Thomas Hartung. „Während wir im Jahr 1996 noch 267.000 Studienanfänger hatten, waren es zwanzig Jahre später 506.000, also fast doppelt so viele. Seit 2014 haben wir mehr Studienanfänger als junge Leute, die eine berufliche Bildung anfangen. Und: 330 Berufsbildungsordnungen stehen in Deutschland 17.000 Studienordnungen gegenüber. Rechnen wir den Fachkräftemangel hinzu, der entgegen aller Euphorie mit Migranten nicht gedeckt werden kann, gefährden wir den Mittelstand, das Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Die Überakademisierung muss beendet werden.“

Hartung verweist darauf, dass die „Verhochschulung“ der Gesellschaft nicht mit der Höherqualifizierung der Menschen identisch ist. „Die Steigerung der Quote der Studierberechtigten binnen 40 Jahren von sechs auf über 40 Prozent hat die deutsche Wirtschaft keineswegs auf das Siebenfache verbessert. Und international beobachten wir, dass Länder mit höchsten Studierquoten teilweise zugleich die höchsten Quoten arbeitsloser Jugendlicher haben. Hinzu kommt der Trend, dass die Examensnoten an deutschen Hochschulen seit den 70er-Jahren immer besser geworden sind und zugleich immer weniger aussagen, wie jetzt die Studie ‚Noten an Deutschlands Hochschulen‘ ergab. Wir unterstützen die Forderung des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, wonach mindestens zwei Drittel der jungen Menschen über die berufliche Bildung den Einstieg in einen Beruf finden sollten.“

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